Diskurs

 

„Rede zu den roten Göttern" -

Impulsvortrag von Dagmara Kraus, Strasbourg,

im Rahmen der 4. Fachtagung des NETZWERK LYRIK am 27.11.2020

 

„Vom Karriekiller zur Lyrikologie, ein auch internationaler Vergleich" -

Impulsvortrag von Prof. Dr. Ralph Müller - Universität Freiburg, Schweiz

im Rahmen der 4. Fachtagung des NETZWERK LYRIK am 27.11.2020

 

 

 

Mehr Raum für Poesie. Eine Sendung von hr2-Kultur

Welche Ergebnisse brachten die Tagung des Netzwerks Lyrik in Kassel (2.– 4.11.2018) und der Festivalkongress „Fokus Lyrik“ in Frankfurt (7. – 10.3.2019). Das fragte in einer Sendung von hr2-Kultur am 31. März 2019 Redakteurin Julika Tilmanns. Sie unterhielt sich mit Dr. Sonja Vandenrath, Literaturbeauftragte der Stadt Frankfurt sowie Veranstalterin von „Fokus Lyrik“, und Dr. Friedrich Block, Kurator der Stiftung Brückner-Kühner und Vorstandsmitglied von Netzwerk Lyrik.

 
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Positionspapiere

Bei der Tagung des Netzwerks Lyrik in Kassel wurde der Aufgaben- und Forderungskatalog in Panels vertieft. Drei Positionspapiere wurden verabschiedet, die hier heruntergeladen werden können. Die Pressemitteilung zur Kasseler Tagung des Netzwerks Lyrik findet sich hier:

Lyrik und Medialität

Die rasante Entwicklung der Informationstechnologien eröffnet neue Chancen und Herausforderungen für die Lyrik – sowohl für ihre radikale Erweiterung als auch für ihre Möglichkeit, digitale Medienkultur künstlerisch kritisch zu reflektieren. Der erarbeitete Forderungskatalog erstreckt sich entsprechend von der Förderung innovativer multimodaler Produktions- und Präsentationsformen über das Engagement in Kulturredaktionen und Rundfunkräten für mehr Durchlässigkeit von Rundfunk und Fernsehen für Lyrik bis hin zur Förderung der digitalen Vernetzung und Archivierung historischer und aktueller Erscheinungen von Lyrik.

Lyrik an Schulen und Hochschulen

Im Bereich der universitären Hochschulbildung wird die Frage nach dem aktuellen Stellenwert der Lyrik, insbesondere durch den „Bologna-Prozess“, aufgeworfen und kritisch gewertet. Eine Verbesserung der Sichtbarkeit von Lyrik, die Förderung der universitären Ausbildung von Lehrkräften und eine gezieltere Erforschung von Lyrik an den Hochschulen wird gefordert.

Schulische und außerschulische Poetische Bildung

Lyrik, insbesondere Gegenwartslyrik, muss (wieder) Einzug in den Schulunterricht halten. Unterrichtsmaterialien und digitale Medien gilt es kontinuierlich dafür weiterzuentwickeln. Lehrkräfte sind gezielt dafür auszubilden. Ebenso wird das Schaffen von Begegnungsräumen und Bildungsangeboten im außerschulischen Bereich sowie die Förderung von Kindern und Jugendlichen angestrebt. Auch die Kunstform der Lyrik bedarf eigener und geeigneter Nachwuchsförderung.

Aufgaben- und Forderungskatalog zur Stärkung der Lyrik

„Lyrik hier und heute. Poesie als eigenständige Kunstform braucht besondere Formen der Förderung und Vermittlung.“ Diese Gewissheit entfaltet der Aufgaben- und Forderungskatalog, der sich an alle richtet, die das kulturelle Leben in Deutschland gestalten; vor allem an politische Entscheidungsträger in Bund, Ländern und Kommunen. Er wurde auf der Grundlage der „Studie zur Einkommenssituation“ von Dichter*innen auf der Tagung in Caputh (Mai 2017) erarbeitet. Damit werden zum ersten Mal für den Bereich der Lyrik Richtlinien formuliert, um angemessene Arbeitsbedingungen für Lyrikschreibende und Lyrikvermittler zu schaffen.

Studie zur Einkommenssituation von Dichter*innen in Deutschland

Eine erste (mit 200 Befragten bedingt repräsentative) Umfrage zur Einkommenssituation von Dichter*innen konnte 2017 vom Haus für Poesie in Auftrag gegeben werden. 114 Dichter*innen haben die Fragen zu ihrer Einkommenssituation beantwortet: 75% der Dichter*innen liegen demnach mit ihrem Gesamteinkommen unter dem durchschnittlichen deutschen Bruttoeinkommen von 32.486 Euro; ohne andere Erwerbstätigkeit leben 25% in prekären Verhältnissen. Die Einnahmen aus Lesungen und andere Veranstaltungen sind für Dichter*innen um ein Mehrfaches höher als durch den Buchverkauf. Die Studie dokumentiert detailliert die Ergebnisse der Befragung mit Blick auf biografische Merkmale, Berufspraxis und finanzielle Situation. Dargestellt werden auch die Verbesserungsvorschläge der Befragten für ihre Einkommenssituation.